Archiv für März 2010

Einsamkeit

Die Zeit vergeht. Verrennt.

So viel verändert sich, doch für ihn bleibt alles gleich.

So viel Neues entsteht, doch für ihn ist es nichts anderes als das Alte.

So viele neue Freuden sind zu beobachten, doch ihm bleiben nur Traurigkeit und Alleinsein.

Er ist Einer unter Vielen. Nichts besonderes. Ein ganz normaler Mensch. Nicht anders als Millionen Andere auch.

Und genau das wurde zu seinem Verhängnis. Zu seinem Problem. Das ist der Grund, warum er als Einziger allein auf dem Schulhof steht. Warum er seine Freizeit immer einsam verbringt. Warum er keine Kontakte knüpft.

Niemand achtet auf ihn.

Niemand interessiert sich für ihn.

Niemandem bedeutet er wirklich etwas.

Einsam steht er da. Als Kämpfer, ganz auf sich allein gestellt. Als Einzelgänger, der sich eigentlich nur nach Gesellschaft sehnt. Als kleine Flamme, die dem schweren Sturm zu trotzen versucht.

Die Einsamkeit ist sein ständiger Begleiter. Sein Partner.

Er hat gelernt, mit ihr zu leben. Wurde nahezu gezwungen, die Zeit mit ihr zu teilen.

Und doch möchte er einfach nur akzeptiert werden.

Kann ich ihm nicht irgendwie helfen?

Hallo Leute,
ich brauche heute mal euren Rat.
In meiner Klasse ist ein Junge. Ich glaube er ist total schüchtern… Er hat keine wirklich Freunde, antwortet höchstens total genervt und knapp und er hat lange Haare, was nicht schlimm ist, aber er lässt die dann immer in sein Gesicht hängen, damit es niemand sehen kann.
Eine Freundin hat mir erzählt, dass sie ihn früher mal an seinem Fahrrad hat weinen sehen. Vielleicht hat er Probleme in seiner Familie oder es ist, weil er nicht so gut in der Schule ist. Aber woher soll man das wissen, wenn er keinen an sich ran lässt und mit niemandem redet?
Er ist eigentlich total süß und ich würde ihm so gerne helfen. Nur wie?
Habt ihr vielleicht Ideen?

Bitte, helft mir!

Liebe Grüße,
Tweety

Umfrage: Selbst schreiben?

Wie ihr von mir mittlerweile wisst, schreibe ich eigene Geschichten und plane, ein eigenes Buch zu verfassen.
Was mich mal interessieren würde, ist, ob die Leser dieses Blogs ebenfalls schreiben.

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Prolog aus “Schattenwelt”

11 Januar 2019

Liebes Tagebuch,

die Zeit vergeht und der Krieg neigt sich noch immer nicht dem Ende zu. Ich habe gestern zufällig ein Gespräch meiner Eltern mitbekommen. Mama hat die Hoffnung scheinbar schon längst aufgegeben und Papa glaubt fast auch nicht mehr an Frieden. Und ich? Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich denken soll. Auf der einen Seite sehne ich mich nach einer friedlichen Zeit und hoffe, dass der Krieg mit dem kommenden Frühling endlich sein Ende findet, andererseits wünsche ich mir manchmal, wenn ich das viele Leid und die Toten sehe, dass es einfach vorbei ist. Angeblich soll der Tod über die namenlosen Wesen schnell und weitestgehend schmerzlos sein. Woher dieses Wissen kommt, weiß ich nicht, doch irgendwie glaube ich daran. Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich mich einfach umbringen lasse. Endlich nichts mehr denken. Nicht mehr fühlen. Nichts mehr sehen. Es wäre so viel einfacher, aber ich kann doch meine Eltern nicht einfach im Stich lassen, oder?

Wahrscheinlich wäre es früher verrückt gewesen, als Zehnjähriger an das Ableben zu denken, aber in der heutigen Zeit ist es ganz normal. Es gehört einfach dazu. Und ich fühle mich auch gar nicht mehr zu jung, manchmal überlege ich, was meine Kindheit war. Irgendwie bin ich mehr Erwachsener als Kind.

Weißt du, ich habe mich schon oft dabei erwischt, dass ich darüber nachgedacht habe, wie es war, zu lächeln. Fröhlich zu sein. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Sechs Jahre sind einfach zu lang.

Ich wünschte, es gebe ein höheres Wesen, dass den Krieg beenden kann.

Dein Alex

02. Februar 2019

Liebes Tagebuch,

ich glaube, der Krieg ist Ewigkeit und Hölle zugleich. Seit gestern bin ich nun ganz allein. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch tun soll.

Vorgestern ist meine Mutter gestorben. Keine Ahnung, warum. Vielleicht hatte es mit der Schnittwunde an ihrem Arm zu tun. Doch was hätte ich denn tun sollen? Das letzte Mal, dass ich Medikamente oder sauberes Wasser gesehen habe, ist schon so lange her. Ich konnte einfach nichts tun. Ich musste zusehen, wie sie stirbt!

Gestern wurde dann auch noch Papa von den Namenlosen geholt. Er war am Brunnen und auf einmal hat sich eines dieser Wesen auf ihn gestürzt. Eigentlich hatte ich bis dahin geglaubt, zu wissen, was wirklich schlimm ist. Welchen Anblick man nicht aushalten kann. Aber ich habe mich getäuscht. Seitdem fühle ich mich einfach nur noch leer. Und ständig ist dieses Bild in meinen Gedanken. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch so stark bluten kann!

Soweit ich weiß, bin ich jetzt der letzte Lebende im Dorf. Viele haben die Zustände nicht ausgehalten und sind auf’s Schlachtfeld gegangen. Die werden nie zurückkommen. Andere sind krank geworden oder haben sich selbst umgebracht. Vielleicht sollte ich das auch machen. Ich kann nicht mehr!

Dies ist wahrscheinlich mein letzter Eintrag. Wenn der Krieg jemals enden sollte, werde ich es sicher nicht mehr erleben.

Wie wird es sein, zu sterben? Bald weiß ich es.

Alex

Hunderte verstecken den Pinsel, ich finde ihn!

Elefanten

Hey Leute,
Ich bin’s mal wieder. Wie der Titel schon sagt, habe ich den Pinsel wieder entdeckt. Seitdem wir in der Schule wieder verschiedene Künstler behandeln, hatte ich Lust, selbst etwas zu malen. Das Bild, was ihr oben seht, ist das Ergebnis meiner “Malwut”.

Wie findet ihr es?

Wäre echt lieb, wenn ihr mir eure Meinung dazu senden könnten.

Grüße,
Tweety