Eigene Werke
Buchidee – Was haltet ihr davon?
30. Jul
Möchte mich mal in ein neues Genre versetzen und hab dazu eine Idee entwickelt. Wüsste gern mal, was ihr davon haltet:
Es ist etwa 100 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit hat die Gentechnik weit voran gebracht, Menschen gibt es fast grundsätzlich nur noch genverändert aus dem Reagenzglas. So werden die Menschen auf ihre spätere Position in der Gesellschaft “vorbereitet”. Zukünftigen Diener bzw. Sklaven, die alles für die Oberschicht machen, werden die Gene so verändert, dass sie kaum bis gar keinen eigenen Willen haben, Arbeiter bekommen Gene, die dafür sorgen, dass die Menschen besonders kräftig sind und die Menschen der Oberschicht werden so manipuliert, dass sie herrisch, stark und durchsetzungsfähig sind.
Ein Sklave ist jedoch anders als die anderen. Anfangs fügt er sich noch den Befehlen, denkt nicht über den Sinn nach. Doch mit der Zeit fängt er an, sich zu fragen “Warum?”. Er entwickelt einen eigenen Willen und beginnt, sich gegen die Oberschicht zu wenden.
Freue mich auch eure Meinungen!
Secrets
10. Mai
“Nikki! Du musst fliehen! Bitte, geh!” Verängstigt blickte ich mich um; überall loderten meterhohe Flammen und Menschen schrien. Wieder sah ich zu meinem Vater. Er hatte eine tiefe Wunde am Bauch und konnte sich vor Schmerzen kaum noch auf den Beinen halten.
“Bitte, Nik”, flüsterte er. Seine Kräfte verließen ihn bereits langsam, er hatte einfach zu viel Blut verloren. Und ich konnte ihm verdammt noch mal nicht helfen! Er lehnte schwach an einer der nicht brennenden Wände, es gab kein Entkommen. Mein Vater hatte nicht die Kraft, weiter zu gehen. Was sollte ich nur tun? Ich konnte doch nicht einfach gehen und ihn im Stich lassen. Er brauchte mich doch! Wer soll ihn in seinem Zustand denn sonst beschützen?
“Nikki!” Seine Stimme war mit einem Mal wieder laut und irgendwie auch… erschrocken! Ich sah ihn rasch an; er hatte seine Augen weit aufgerissen und starrte auf einen Punkt hinter mir. Verunsichert folgte ich seinem Blick und verstand ihn plötzlich. Diese seltsamen Männer, die mein Zuhause in ein Schlachtfeld verwandelt hatten, kamen direkt auf uns zu!
“Nikki, lauf!”
“Aber…” Ich hatte Angst um ihn. Ich durfte ihn nicht zurücklassen! Er war doch der Einzige, den ich noch hatte!
“Geh! Ich komm schon klar.” Schweren Herzens gehorchte ich ihm und rannte so schnell wie möglich in eine der Gassen. Als mir heiße Flammen entgegen schlugen, packte mich die Furcht, ich wollte nur noch raus aus dieser brennenden Hölle!
Erschrocken riss ich die Augen auf; ich saß im Bett, schweißgebadet. Langsam holte mich die Wirklichkeit wieder ein und mein Herz schlug wieder ruhiger. Es war alles nur ein Traum. Das ganze war alles schon lange her. Ich ließ mich langsam wieder auf meine Matratze sinken und sah aus dem Fenster. Obwohl die Sonne noch nicht zu sehen war, sangen die Vögel im Garten vor meinem Fenster bereits ihre Lieder. Doch auch dieses ruhige Bild konnte mich die Schatten meiner Vergangenheit nicht vergessen lassen. Jetzt war das alles schon sieben Jahre her… Wie schnell Zeit manchmal verging. Das war schon verrückt. Eben noch wäre man fast gestorben und im nächsten Moment führte man ein ruhiges Leben. der doch nicht? Wie kann ein Leben ruhig sein, wenn man nie die Gewissheit hat, was mit seinem Vater – seinen Eltern – geschehen war? War das nicht gänzlich unmöglich? Vielleicht. Eigentlich müsste ich das ja am besten wissen, aber nein, ich wusste es nicht. Mal hatte ich ein ganz normales Leben mit nichts Außergewöhnlichem, aber an manchen Tagen holte mich die Trauer schlagartig wieder ein und in solchen Momenten wusste ich wieder, was mir fehlte.
“Schatten”
23. Apr

So lautet der Titel meines neuen Sci-Fi/Fantasy-Projekts, an dem ich gerade arbeite. Ihr werdet euch jetzt vielleicht fragen: “Erst Schattenwelt und jetzt Schatten als Titel?” Das liegt daran, dass man die fertigen Geschichten vom Weltaufbau her in Verbindung bringen kann.
Jetzt wollte ich mal eure Meinung zu den ersten Sätze von “Schatten” hören:
Kleine Lichter, winzige Flammen im Meer der unendlichen Schwärze, im Raum der ewigen Nacht. Ein einsamer Silberstreif zieht seine Bahnen, vorüber an den Welten des Unbekannten und vorbei an den Schatten des Seins. Eine kleine Welt, zerbrochen an der Feindschaft anderer.
Wie findet ihr es?
Buntstiftzeichnungen
10. Apr
Hallo!
Hab mal zwei Bilder mit Buntstiften gemalt und wüsste gern, wie ihr sie findet:
Verkehrte Welten (Tiger im ewigen Eis)

Sonnenuntergang am Meer

Würde mich über Feedback freuen.
Prolog aus “Schattenwelt”
27. Mrz

11 Januar 2019
Liebes Tagebuch,
die Zeit vergeht und der Krieg neigt sich noch immer nicht dem Ende zu. Ich habe gestern zufällig ein Gespräch meiner Eltern mitbekommen. Mama hat die Hoffnung scheinbar schon längst aufgegeben und Papa glaubt fast auch nicht mehr an Frieden. Und ich? Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich denken soll. Auf der einen Seite sehne ich mich nach einer friedlichen Zeit und hoffe, dass der Krieg mit dem kommenden Frühling endlich sein Ende findet, andererseits wünsche ich mir manchmal, wenn ich das viele Leid und die Toten sehe, dass es einfach vorbei ist. Angeblich soll der Tod über die namenlosen Wesen schnell und weitestgehend schmerzlos sein. Woher dieses Wissen kommt, weiß ich nicht, doch irgendwie glaube ich daran. Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich mich einfach umbringen lasse. Endlich nichts mehr denken. Nicht mehr fühlen. Nichts mehr sehen. Es wäre so viel einfacher, aber ich kann doch meine Eltern nicht einfach im Stich lassen, oder?
Wahrscheinlich wäre es früher verrückt gewesen, als Zehnjähriger an das Ableben zu denken, aber in der heutigen Zeit ist es ganz normal. Es gehört einfach dazu. Und ich fühle mich auch gar nicht mehr zu jung, manchmal überlege ich, was meine Kindheit war. Irgendwie bin ich mehr Erwachsener als Kind.
Weißt du, ich habe mich schon oft dabei erwischt, dass ich darüber nachgedacht habe, wie es war, zu lächeln. Fröhlich zu sein. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Sechs Jahre sind einfach zu lang.
Ich wünschte, es gebe ein höheres Wesen, dass den Krieg beenden kann.
Dein Alex
02. Februar 2019
Liebes Tagebuch,
ich glaube, der Krieg ist Ewigkeit und Hölle zugleich. Seit gestern bin ich nun ganz allein. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch tun soll.
Vorgestern ist meine Mutter gestorben. Keine Ahnung, warum. Vielleicht hatte es mit der Schnittwunde an ihrem Arm zu tun. Doch was hätte ich denn tun sollen? Das letzte Mal, dass ich Medikamente oder sauberes Wasser gesehen habe, ist schon so lange her. Ich konnte einfach nichts tun. Ich musste zusehen, wie sie stirbt!
Gestern wurde dann auch noch Papa von den Namenlosen geholt. Er war am Brunnen und auf einmal hat sich eines dieser Wesen auf ihn gestürzt. Eigentlich hatte ich bis dahin geglaubt, zu wissen, was wirklich schlimm ist. Welchen Anblick man nicht aushalten kann. Aber ich habe mich getäuscht. Seitdem fühle ich mich einfach nur noch leer. Und ständig ist dieses Bild in meinen Gedanken. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mensch so stark bluten kann!
Soweit ich weiß, bin ich jetzt der letzte Lebende im Dorf. Viele haben die Zustände nicht ausgehalten und sind auf’s Schlachtfeld gegangen. Die werden nie zurückkommen. Andere sind krank geworden oder haben sich selbst umgebracht. Vielleicht sollte ich das auch machen. Ich kann nicht mehr!
Dies ist wahrscheinlich mein letzter Eintrag. Wenn der Krieg jemals enden sollte, werde ich es sicher nicht mehr erleben.
Wie wird es sein, zu sterben? Bald weiß ich es.
Alex