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Beiträge von blackshine

Im Interview mit Joel Agee

Joel Agee lebt in New York und ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Übersetzer. Er übersetzte Werke von Kleist, Dürrenmatt, Canetti, Nossack und Federspiel ins Englische und schrieb Bücher wie z.B. Zwölf Jahre – Eine amerikanische Jugend in Ostdeutschland und In The House of My Fear.

Creative World: Wann und warum haben Sie mit dem Schreiben begonnen?
Joel Agee: Ich begann schon mit sechs oder sieben Jahren, zu schreiben.  Mein deutscher Stiefvater war Schriftsteller, mein leiblicher Vater ein amerikanischer Autor.  So war es für mich von Anfang an selbstverständlich, dass auch ich schreiben würde.  Später hatte ich die Idee, Musiker oder Filmemacher zu werden, aber meine eigentliche Berufung war das Schreiben, und dabei blieb es.  Später kam das Übersetzen dazu.  Ich übersetze literarische Bücher aus dem Deutschen ins Englische.

Creative World: Wie wurden Sie zum Schriftsteller?
Joel Agee: Ich hatte einen jüngeren Bruder, der große literarische Begabung zeigte.  Er war psychisch krank und litt ausserordentlich.  Ich wollte nicht mit ihm konkurrieren, also hielt ich meine literarischen Ambitionen zurück, solange er lebte.  Er nahm sich mit siebenundzwanzig Jahren das Leben, und so schmerzlich sein Selbstmord für mich war, setzte er mich gleichzeitig als Dichter frei.   Einige Monate nach seinem Tod schrieb ich eine Erzählung über meinen Besuch im Leichenschauhaus in New York, wo ich seine Leiche identifizieren musste.  Ich schickte das Manuskript an Harper’s Magazine, und sie publizierten es.

Creative World: Woher nehmen Sie die Ideen zu Ihren Büchern?
Joel Agee: Fast alle meine Texte sind autobiographisch fundiert.  Ich habe mich seit meiner Jugend darin geübt, Erfahrungen und Erlebnisse tagebuchartig festzuhalten und sie gleichzeitig literarisch zu gestalten.   Daraus entwickelten sich dann längere Arbeiten.

Creative World: Was meinen Sie: Kann jeder ein gutes Buch schreiben?
Joel Agee: Ich würde sagen, jeder ist fähig, ein schlechtes Buch zu schreiben.  Das geschieht auch genialen Schriftstellern.  Wirklich gute Bücher kommen seltener zustande, als man meinen möchte.  Aber wenn man schon schreibt, muss man sein Bestes versuchen.  Vielleicht wird ein gutes Buch daraus.

Creative World: Schreiben Sie derzeit ein neues Buch? Um was handelt es sich?
Joel Agee: Ich schreibe zur Zeit einen Roman über einen sechsjährigen Jungen, der in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit seinem deutschen Stiefvater, seiner amerikanischen Mutter und einem indianischen Kindermädchen in einer kleinen mexikanischen Stadt lebt — wie ich vor langer Zeit.  Aber es ist ein Roman: die Figuren halten sich nicht an das biographische Schema.  Im Gegenteil, sie weigern sich mit verblüffender Eigenwilligkeit, die Rollen zu spielen, die ich für sie vorgesehen hatte, und sorgen dafür, dass ich, der vermeintliche Autor, von Schritt zu Schritt mit Verwunderung entdecke, was für ein seltsames Buch ich schreibe.

Creative World: Hätten Sie ein paar Tipps für angehende Schriftsteller?
Joel Agee: Viel lesen und sich nicht nur an zeitgenössische Literatur halten.   Mit verschiedenen Genres experimentieren.  Gute Autoren nachahmen, bis sich eine echte eigene Stimme herausbildet.   Fähige Leser für die eigenen Werke finden.  Nie aufhören, Anfänger zu sein.

Creative World: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit zum Antworten meiner Fragen genommen haben.
Joel Agee: Ich danke Ihnen auch.

Ihr wollt mehr über Joel Agee erfahren? Dann schaut doch auf seiner Homepage vorbei!

Weiterführende Links
Joel Agee auf wikipedia

Michael Preute (Jacques Berndorf)

Biografie
Jacques Berndorf ist das Pseudonym des 1936 in Duisburg geborenen Journalisten, Sachbuch- und Romanautors Michael Preute.
Der erste Krimi seiner Eifel-Reihe, “Eifel-Blues”, erschien 1989. In den folgenden Jahren entwickelte sich daraus eine deutschlandweit sehr populäre Romanserie mit Berndorfs Hauptfigur, dem Journalisten Siggi Baumeister.
Mit seinen Romanen setzte Berndorf die Eifel auf die bundesweite Krimi-Landkarte. Zudem wurde er zum erfolgreichsten deutschen Kriminalautor mit mehrfacher Millionen-Auflage. 2002 wurde sein Roman “Eifel-Schnee” sogar für das ZDF verfilmt. 2003 erhielt er vom “Syndikat”, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren, den “Ehren-Glauser” für sein Lebenswerk.
Dazu zählt mittlerweile auch der erfolgreiche Agenten-Thriller „Ein guter Mann“ (2005), dessen Verfilmungsrechte von Regisseur Detlev Buck erworben wurden.
Im Verlag KBV sind bisher folgende Romane von Jacques Berndorf erschienen: “Der letzte Agent”, “Requiem füreinen Henker”, “Der Bär”, “Mond über der Eifel” und “Der Monat vor dem Mord”. Letzteres ist ein Manuskript aus dem Jahre 1972 und wurde für den “stern” geschrieben, welcher damals noch wöchentlich einen Kriminalroman veröffentlichte. Zudem ist Jacques Berndorf der Herausgeber der KBV-Kurzkrimisammlung “Mords-Eifel”, “Tatort Eifel” und “Tatort Eifel 2″. Am 15.06.2010 erschien sein neuester Krimiroman “Die Nürburg-Papiere”.

Werke
Eifel-Krimis
Eifel-Blues
Requiem für einen Henker
Der General und das Mädchen
Der letzte Agent
Eine Reise nach Genf
Eifel-Gold
Eifel-Filz
Eifel-Schnee
Eifel-Feuer
Eifel-Rallye
Eifel-Jagd
Der Bär
Eifel-Sturm
Eifel-Müll
Eifel-Wasser
Eifel-Liebe
Eifel-Träume
Eifel-Kreuz
Mond über der Eifel
Die Nürburg-Papiere

Andere Werke
Magnetfeld des Bösen
Der Reporter
Der Monat vor dem Mord
Der Verführer mit dem goldenen Herzen
Mord-Schmitt
Elvis Presley – The King
Vera Brühne – Ein Justizirrtum?
Aberglauben GmbH
Vom Bunker der Bundesregierung
Der Bunker. Eine Reise in die Bonner Unterwelt
Drogenmarkt Schule. Drogen – Dealer – Konsumenten
Der Mord, den Charlotte beging
Wenn du alt wirst in Deutschland…
Rechts um zum Abitur
Der Kurier
Die Raffkes
Otto Krause hat den Blues
Mords-Eifel
Ein guter Mann
Tatort Eifel
Bruderdienst
Gebrauchsanweisung für die Eifel
Der Kurier (Neuauflage)
Der Meisterschüler

Homepage
Jacques Berndorf/ Michael Preute

Weiterführende Links:
Im Interview mit Michael Preute (Jacques Berndorf)

Im Interview mit Michael Preute (Jacques Berndorf)

Jacques Berndorf ist das Pseudonym des Duisburger Journalisten, Sachbuch- und Romanautors Michael Preute. Er wurde unter anderem durch seine Eifel-Krimis bekannt.
Hier könnt ihr das exklusive Creative World – Interview lesen!

Creative World: Wann und aus welchen Gründen haben Sie mit dem Schreiben begonnen?
Michael Preute: Wann genau ich mit dem Schreiben begonnen habe, kann ich nicht terminieren. Es begann auf jeden Fall schon Jahre vor dem Abitur. Ich schrieb Kurzgeschichten, die ausgezeichnet wurden, und auch gedruckt. Das Ganze fing in Anbetung eines Dichters an, der heute zuweilen vergessen scheint: Ernest Hemingway – das war etwa 1955. Schreiben faszinierte mich, es war das Mittel, mit dem ich mein Leben begründen konnte – und todsicher habe ich auch entsetzlichen Mist verzapft. Diese Manuskripte habe ich nicht mehr.

Creative World: Eine Frage, die Sie vielleicht öfter hören: Wie wird man Schriftsteller?
Michael Preute: Wie man Schriftsteller wird, kann ich nicht beantworten, weil das für jede und jeden vollkommen anders aussieht, sich ihrem Leben anpasst oder ihr Leben verändert. Im Grunde ist das ja ein klassischer Beruf, und tatsächlich haben sehr viele Schriftsteller neben diesem Beruf noch einen anderen, weil sie vom Schreiben nicht leben können.

Creative World: Woher nehmen Sie die Ideen zu Ihren Büchern?
Michael Preute: Die Ideen zu meinen Büchern entnehme ich grundsätzlich der Realität da draußen und somit dem Fernsehen, Magazinen, Zeitungen, Erzählungen von Menschen.

Creative World: Was fasziniert Sie am Schreiben von Krimis? Warum haben Sie sich nicht zum Beispiel für Fantasy- oder Heimatliteratur entschieden?
Michael Preute: Krimis enthalten meiner Ansicht nach eine Grundkonstante menschlicher Natur: Der immer latent vorhandenen Möglichkeit, Gewalt auszuüben. Das gilt selbstverständlich auch bei Frauen, weshalb weibliche Täter sehr oft raffiniert vorgehen, weil sie Aggression besser verbergen.

Creative World: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Krimi aus?
Michael Preute: Ein guter Krimi braucht einen guten Spannungsbogen und ist dann sehr gut, wenn er eine ganz simple Geschichte erzählt, die irgendwann in Aggression mündete. Die Kunst liegt wahrscheinlich in der Begründung der Motivation.

Creative World: Was meinen Sie: Hat jeder das Zeug zum Schreiben?
Michael Preute: Nein, nicht jeder hat das Zeug zum Schreiben, das wäre ja geradezu furchtbar. Natürlich kennt jeder den Ausspruch vieler Arroganter: Ich könnte einen Roman erzählen – aber die durchaus meisten lassen das auch glücklicherweise sein. Es schreiben heutzutage sehr viele, die es absolut nicht können, und ich frage mich zuweilen, woher die Verlage so viel Chuzpe [Frechheit, Dreistigkeit] nehmen, Leute zu veröffentlichen, die es absolut nicht können. Die Frage, ob jeder es kann, erinnert mich an die heute viel gehörte Feststellung: Jeder kann es schaffen. Doch das ist Blödsinn und nicht einmal eine Lüge wert. Nicht jeder kann es schaffen, sondern die meisten schaffen es nie.

Creative World: Hätten Sie ein paar Tipps für angehende Schriftsteller?
Michael Preute: Ich habe nur einen Tipp für angehende Schreiber: Arbeiten!

Creative World: Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben.
Michael Preute: Schöne Grüße, J.B.

Ihr wollt noch mehr über Michael Preute/ Jacques Berndorf erfahren? Dann schaut auf seine Hompage vorbei!
Und ihr noch eine Meldung über sein neuestes Werk:
Der neue Roman “Die Nürburg-Papiere” ist im Mai 2010 erschienen!

Weiterführende Links:
Michael Preute (Jacques Berndorf)

Teil 5: Das Exposé (Exposee)

Nun habt ihr schon die Welt und ihre Charaktere. Zusätzlich noch die ungefähre Handlung.
Ein guter Zwischenschritt ist es jetzt, Handlung, Charaktere und Welt in einem zusammenhängenden Text grob zu beschreiben.
Und wie macht man das?
Richtig! Mit einem Exposé.

Was ist ein Exposé?
Ein Exposé ist eine Inhaltsangabe eines literarischen Werkes, z.B. eines Buchs. Es dient der Vorstellung der groben Handlung und der Grundidee, Dialoge und Details sind darin nicht enthalten. Es beschreibt so gesagt den roten Faden des Werkes und enthält eine “Skizze” der Hauptfiguren.

Wozu dient ein Exposé noch, außer für diesen Zwischenschritt?
Von Verlagen wird meist ein Exposé gefordert, damit diese entscheiden können, ob sie das Buch in ihr Programm aufnehmen oder nicht. Es ist dabei sehr hilfreich, da die Mitarbeiter des Verlags nicht das ganze Werk lesen müssen, sondern nur eine grobe Zusammenfassung. So kann er/ können sie schneller entscheiden, ob ein Werk zu dem Programm des Verlags passt oder nicht.

Das Schreiben des Exposés
1. Schritt
Beginnt mit dem Titel des Werkes als Überschrift. Er sollte genau passen und “nicht um den heißen Brei herumreden”. Später werde ich vielleicht noch einen Teil schreiben, wie man z.B. gute Überschriften wählt.
2. Schritt
Jetzt geht es um die Zielgruppe und das Genre eures Buchs.
Klar soll am besten jeder dein Werk lesen, aber mal ehrlich: Jedes Buch hat eine bestimmte, Zielgruppe; jedes Buch will bestimmte Menschen ansprechen. Ob es nun Jugendliche, Männer, Frauen, Religiöse, Arbeitslose oder ganz andere Menschen sind, liegt an dir: Dein Werk ist etwas persönliches und hat so auch eine persönliche Zielgruppe.
Und das Genre? Schau dir deine Handlung an und danach lies dir die Beschreibungen zu verschiedenen Genres durch. was passt am besten? Vielleicht ein Heimatroman, Fantasy oder doch Science-Fiction-Literatur?
3. Schritt
Nun geht es daran zu überlegen, wie weit sich der Umfang des Werkes erstrecken soll. Soll es ein Band werden oder doch lieber mehrere. Bei zweiter Möglichkeit: Wie viele? Und welchen Umfang sollen die Manuskriptseiten haben? 50? 100? 200? Bleibt bei dieser Einschätzung bitte realistisch!
4. Schritt
Wann und wo spielt das Ganze?
Welche Erzählperspektive wird verwendet (aus wessen Sicht wird geschrieben)?
Was ist es für eine Erzählweise? (Ich-Erzähler etc.)
5. Schritt
Jetzt geht es an das Zusammenfassen des Textes. Idealerweise sind das ein bis 3 Sätze. Orientierung findet ihr an einem guten Text auf der Buchrückseite.
6. Schritt
Präsentiert nun eure wichtigsten Figuren. (Hauptcharaktere) Skizziert sie kurz und beschreibt ihre Wandlung in der Geschichte. Zu den Nebenfiguren reichen Einträge wie z.B. Jana, Marks Freundin und Albrechts Tochter, Lektorin
7. Schritt
Bildet nun eine Übersicht der Kapitel in kurzen Stichworten. (Name des Kapitels und eine kurze Zusammenfassung) Wichtig dabei ist, dass jedes Kapitel einen Spannungspunkt erreicht, bei dem der Ausgang ungewiss bleibt.
8. Schritt
Wählt eine kurze Leseprobe, am besten das erste Kapitel, aus. Die Probe sollte den Leser sofort in ihren Bann ziehen.
9. Schritt
Erzählt jetzt noch ein bisschen über euch selbst. Falls vorhanden, fügt eine Liste bisher veröffentlichter Werke hinzu. Ist diese zu lang, wählt nur Titel, die in etwa zu eurem präsentierten Werk passen.

Hinweis!
Das war jetzt die schrittweise Anleitung zu einem vollständigen Exposé, welches ihr an einen Verlag schicken könnt.
Für den oben genannten Zwischenschritt sind nur die Schritte 1 bis 7. Teile davon können auch weggelassen werden. Letztendlich ist es für den Zwischenschritt eine individuelle Entscheidung, was in das kleine Exposé hinein soll.

Weiterführende Links
Von der Idee bis zum Verlag

Teil 1 – Ideensammlung

Teil 2 – Ideen ordnen

Teil 3 – Charaktere erschaffen
Teil 4 – Eigene Welten

Blogger Marathon – Gewinnspiel

Nun bin ich leider schon ein/ zwei Wochen aus dem Blogger Marathon ausgeschieden.
jetzt habe ich allerdings endlich die Zeit für das Gewinnspiel versprochen. Ihr erinnert euch? Ich habe einem Abstimmer die Chance auf ein Interview/Gastartikel geboten und zwei weiteren Abstimmern ebenfalls die Chande auf einen Gastartikel.
Nun stehen die Gewinner nach einer Ziehung fest:

Hauptgewinn
ein Interview oder Gastartikel (z.B. Buch-/Autorenvorstellung, Präsentation eines eigenen Werkes)
Sam

Weitere Preise
die Chance auf jeweils einen Gastartikel haben bekommen
Nici
Kathrin

Vielen Dank, dass ihr mir eure Stimmen gegeben habt und herzlichen Glückwunsch zu euren Preisen.